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Newsletter 2022 07 26 - N° 1

Liebe Freundinnen,

im Job schrieb ich einen Newsletter aber auch als Präsidentin des Zonta-Clubs Berlin 1989 und jetzt fehlt er mir. Deswegen habe ich gedacht, dass ich das auch im privaten Kreis fortsetzen könne. Heute kommt die erste Ausgabe. Mal schauen, was draus wird.

Euch allen viele herzliche Grüße, auf dass wir miteinander verbunden bleiben!

Eure Uta-Maria

 

1.    Gedankensplitter

 

Skalierung von politischen Positionen

Im politischen Tagesgespräch ist oft der Subtext nicht so sichtbar. Ich fand es spannend, einmal die Positionen in ihrer Polarität aufzuzeigen, um sich so zu positionieren oder bestimmte Diskussionen einzuordnen. Meist befinden wir uns irgendwo dazwischen und bei diesem Dazwischen ist es spannend, bei welchem Pol es sich befindet.

 

Übernahme von Risiko / Eigenverantwortung ------------- Solidarfürsorge

Leistungsbereitschaft ------------------------ andere / der Staat werden für mich sorgen

Leistungsgesellschaft ----------------weniger Erfolgreiche / Leistungsbereite

Zuwanderung / multikulturelle Gesellschaft ------------------ „Nation“ / identitär

Demokratisch / partizipativ -------------- autoritär / hierarchisch / weniger Opposition

Diverse Gesellschaft ----------------- Homogenität / Heterogene als Leitbild

Toleranz ------------- Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie

Wissenschaftlichkeit / Rationalität ------------ Verschwörungstheorien, Sündenböcke

Gewaltmonopol beim Staat --------------- Gewalt einzelner Gruppen

Offene Sprache ----------- Sprachregelungen

Transnationale Integration ----------- Nationalismus

 

 

Anne Applebaum: Die Verlockung des Autoritären – warum antidemokratische Herrschaft so populär geworden ist. Pantheon-Verlag und Spiegel Bestseller

Anne Applebaum ist eine amerikanische Journalistin, die in Polen lebt. Sie kommt aus dem eher konservativen Lager, ist aber zunehmend erschrocken über autoritäre, nicht-demokratische und populistische Positionen. Sie zeigt das sehr deutlich am Beispiel von Polen und Ungarn auf, die die Rechtsstaatlichkeit bereits stark abgebaut haben, d.h. die Gewaltenteilung ist zurückgebaut, die Unabhängigkeit der Justiz existiert kaum noch, die Opposition ist ausgeschaltet, die Presse ist mehr oder weniger gleichgeschaltet, Zuwanderung und eine multikulturelle Gesellschaft ebenso wie Diversität werden abgelehnt, aber auch die transnationale Integration aufgezeigt am Beispiel der EU. Sie zeigt den Weg auf, wie es dazu gekommen ist wie z.B. den Anti-Eliten-Diskurs, bei dem mehrheitlich Gekränkte, Erfolglose und Menschen, die Komplexität nicht aushalten oder solche, die einen gesellschaftlichen und sozialen Bedeutungsverlust befürchten, angesprochen werden. Anne Applebaum zeigt dies auch bei Boris Johnson und Donald Trump auf. - Das Buch liest sich gut und eingängig.

 

 

2.    Treibgut – des trouvailles

 

Fragen aus dem Buch von Lindsey Tramuta „La Parisienne: das neue Paris – die Stadt der Frauen“ – Gedanken, die man sich in jeder Stadt machen kann

§  Dein von einer Frau geführtes Lieblingsgeschäft?

§  Dein Lieblingsstadtteil?

§  Wohin gehst Du, wenn Du allein sein willst?

§  An welchem Ort bist Du glücklich?

§  Dein Kulturtipp?

§  Wie entspannst Du?

§  Wo gehst Du am liebsten mit der Familie hin?

§  Wo holst Du Dir kreative Inspiration?

§  Wohin gehst Du, wenn Du Veränderung brauchst?

§  Wohin gehst Du, um zu schreiben?

§  Was ist Dein Lieblingsort für Musikveranstaltungen?

§  Wohin gehst Du gern mit Deinem Mann für einen Abend zu zweit?

§  Wo gehst Du gern mit den Kindern hin?

§  Was tust Du, um Dich von der Arbeit zu erholen?

§  Wo triffst Du Deine Freunde?

§  Wohin gehst Du, um Dich zu entspannen?

§  Welchen Stadtteil magst Du am liebsten?

§  Wo holst Du Dir kulturellen Input?

§  Hast Du ein unverzichtbares Ritual in Paris?

§  Welchen Ort empfiehlst Du für sportliche Betätigung?

§  Wohin gehst Du (außer nach Hause), wenn Du von einer Deiner Reisen zurückkehrst?

§  Welche Straße magst Du besonders?

§  Welcher Ort inspiriert Dich?

§  Wo liest oder schreibst Du am liebsten?

§  Wo gehst Du am Wochenende hin?

§  Was tust Du für Dich selbst?

§  Wo führst Du Gäste gerne hin?

§  Wo gehst Du hin, wenn Du Probleme mit der Arbeit hast?

 


3.    Letzte Seite – de la poésie

Else Lasker-Schüler: Ein Liebeslied

 

Aus goldenem Odem
Erschufen uns Himmel.
O, wie wir uns lieben …

Vögel werden Knospen an den Ästen,
Und Rosen flattern auf.
Immer suche ich nach deinen Lippen
Hinter tausend Küssen.

Eine Nacht aus Gold,
Sterne aus Nacht …
Niemand sieht uns.

Kommt das Licht mit dem Grün,
Schlummern wir;
Nur unsere Schultern spielen noch wie Falter.
1917